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Nymphenburg- Schlo├čpark (M├╝nchen)

(Entfernung von Walchensee:83 km)

Die Geschichte des Schlosses und die Geschichte des Parks Nymphenburg sind untrennbar miteinander verflochten. Sie umspannen einen Zeitraum von mehr als 300 Jahren.

Ab 1664 lie├č sich die Kurf├╝rstin Henriette Adelaide von Savoyen nach Pl├Ąnen des Bologneser Architekten Agostino Barelli ein Sommerschloss errichten, an dessen Westseite ein kleiner Ziergarten angeschlossen war. Der Garten Henriette Adelaides ging in der sp├Ąteren Anlage v├Âllig unter. Max Emanuel lie├č ab 1701 den Schlossbau seiner Mutter und auch die Gartenanlage erweitern. Neuplanung und Ausf├╝hrung des Gartens wurde von Charles Carbonet durchgef├╝hrt, einem Sch├╝ler Andr├ę Le N├┤tres, des Sch├Âpfers von Versailles. Auf ihn geht wohl der Kanal zur├╝ck, der ab 1701 in der bereits vorhandenen Schneise angelegt wurde, um das Wasser aus der zwei Kilometer entfernten W├╝rm in den Garten zu leiten. Erst 1715 setzte der entscheidende Ausbau von Schloss und Garten zur weithin ger├╝hmten Barockanlage ein, der von Dominique Girard und dem bayerischen Hofbaumeister Joseph Effner getragen wurde. Nun erst kam es nach einheitlichen Pl├Ąnen zur Vollendung des Nymphenburger Kanalsystems, der Ausstattung des Gartens mit einer Vielzahl von Wasserk├╝nsten und den daf├╝r notwendigen Pumpwerken, aber auch zur gestalterischen Verfeinerung der Parterres, Heckeng├Ąrten und des ausgedehnten waldartigen Parks. Am Ende der Regierungszeit Max Emanuels (1726) breitete sich vor der Westseite des Schlosses ein axial-symmetrisch aufgebauter Gartenbereich aus, der von dem vierteiligen, in Schlossn├Ąhe mit Broderien verzierten "Gro├čen Parterre" gepr├Ągt war. In dessen Achsenkreuz lag das "Gro├če Bassin" mit der Florafont├Ąne. Die seitlich an das Parterre angrenzenden Boskette enthielten mehrere Gartenr├Ąume, die die Einrichtungen f├╝r den Zeitvertreib der h├Âfischen Gesellschaft aufnahmen. Um diesen intensiv gestalteten Gartenbezirk legte sich ein ausgedehnter Park, der ├╝berwiegend aus dem vorhandenen Wald geformt worden war. Der Kanal, dem Effner 1717 am westlichen Ende des Parks eine Kaskade einf├╝gte, wurde durch zwei jeweils sechsstrahlige Achsen- und Alleesysteme gegliedert und erschlossen. Den Schnittpunkten dieser schnurgeraden Achsen waren in spiegelbildlicher Anordnung im Norden die von Effner erbaute Pagodenburg und im S├╝den die Badenburg zugeordnet. Beide Geb├Ąude waren von regelm├Ą├čigen Parterres, Wasseranlagen und Heckenquartieren umgeben. In einem abgeschiedenen Waldteil n├Ârdlich der schlossnahen Boskette errichtete Effner 1725/28 die Magdalenenklause . Auf der Ostseite des Schlosses erstreckte sich der g├Ąrtnerisch ausgestaltete Ehrenhof, der unter Kurf├╝rst Karl Albrecht schlie├člich durch die Errichtung eines "Rondells" 1728-1758 seine heutige Form erhielt. Im Verlauf des 18. Jahrhunderts erfuhr der Garten eine Bereicherung durch mehrere Parkarchitekturen und vielf├Ąltigen figuralen Schmuck. 1734/39 wurde durch Fran├žois Cuvilli├ęs d.├ä. die Amalienburg im Anschlu├č an die s├╝dliche Bankettzone erbaut. Ab 1769 erhielt das "Gro├če Parterre" den noch heute vorhandenen plastischen Schmuck in Form von Ziervasen und G├Âtterfiguren. In der zweiten H├Ąlfte des 18. Jahrhunderts gewann der in England entstandene Landschaftsgarten zunehmend in Deutschland an Einflu├č. Mit der Umwandlung der bisherigen geometrischen Barockanlage wurde Friedrich Ludwig von Sckell beauftragt. Die mittelaxialen Anlageteile - Grundstruktur des Parterres und des Mittelkanals mit Kaskade - wurden beibehalten. Die urspr├╝nglich regelm├Ą├čig geometrischen Achsen- und Alleesysteme wurden durch nat├╝rliche Gestaltungselemente ersetzt. Durch die Einf├╝gung sogenannter "Ahas" - d.h. abgesenkter und dadurch nicht sichtbarer Einfriedungen - in die Gartenmauer, erweiterte von Sckell den Park visuell ├╝ber seine Grenzen hinaus in die umliegende Landschaft. Zwischen Amalienburg und gro├čem Parterre hatte von Sckell bereits 1799/1800 Spielg├Ąrten f├╝r die Kinder des Kurf├╝rstenpaares angelegt. Insgesamt ist es von Sckell gelungen, einen klassischen Landschaftsgarten von herausragender Qualit├Ąt zu schaffen, dessen besonderer Reiz im gleichzeitigen Fortbestehen markanter Bestandteile des Gartens aus der vorangegangenen und grunds├Ątzlich verschiedenen Stilepoche lag. In dieser Form ist die Anlage in ihrer Grundstruktur nahezu unver├Ąndert bis heute erhalten geblieben.


     
     
 
 
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